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Die Geschichte des Prignitzer Kleinbahnmuseums Lindenberg e. V.

Mit der Einstellung der ehemaligen Ost- und Westprignitzer Kreiskleinbahnen in den Jahren 1969 bis 1971 verschwand die letzte schmalspurige Kleinbahn im Land Brandenburg. Doch wirklich vergessen wurde der Pollo nicht, schließlich gehörte er über 70 Jahre lang zum Alltag der Prignitzer.

Nach der Betriebseinstellung verschwanden nach und nach seine Überreste. Dennoch interessierten sich Eisenbahnfreunde schon 1988 für die Geschichte und den Betrieb des Pollo. Bei veranstalteten "Wanderungen auf alten Bahndämmen" stand auch die Prignitz auf dem Programm. Als sich nach der Wende neue Möglichkeiten ergaben, taten sich 1992 Eisenbahnfreunde und der neue Besitzer des alten Eisenbahnerwohnhauses in Lindenberg zusammen, um in einem schmalspurigen gedeckten Güterwagen und einem Gepäckwagen, welche auf dem Grundstück des Eisenbahnerwohnhauses verblieben waren, eine kleine Ausstellung zur Kleinbahn zu errichten. Diese als Hühnerställe bzw. Lagerraum genutzten Wagen wurden auf ein neu errichtetes Stück Gleis vor das Grundstück gestellt. Hier verlief auch die ehemalige Trasse von Lindenberg nach Glöwen.

Doch dann kam alles ganz anders. Auf Grund des inzwischen bemerkenswerten Interesses an der ehemaligen Kleinbahn gründete sich am 05. Juni 1993 der Verein "Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg e. V.".

Vor dem Eisenbahnerwohnhaus entstand ein Ausstellungsgleis für einen ganzen Zug und die Ausstellung aus den Wagen zog in ein festes Gebäude, unser heutiges Museum um. Gleichzeitig entstand die Idee, ein Stück der alten Strecke wieder aufzubauen und somit die Bahn zu neuem Leben zu erwecken. Von diversen stillgelegten Bahnstrecken wurden Gleise gewonnen und 750mm-spurig umgebaut. Auf dem alten Planum zwischen Mesendorf und Klenzenhof konnte mit diesem Material der Wiederaufbau begonnen werden. Eine Originaldampflok und zwei Personenwagen - welche als Denkmal in Neustrelitz ihr Dasein fristeten - konnte erworben und in Lindenberg auf das neue Ausstellungsgleis gestellt werden. Weitere Fragmente von Wagen, welche bei Einstellung der Bahn zu verschiedenen Verwendungen in die Gärten der Umgebung gelangt waren, wurden durch den Verein geborgen und in vielen Arbeitsstunden originalgetreu wieder aufgearbeitet.

Bis Mai 2002 konnten vier Kilometer Strecke zwischen Mesendorf und Brünkendorf wieder errichtet und von der Landesbahnaufsicht abgenommen werden. Ein großer Erfolg war für uns die feierliche Wiedereröffnung dieser Strecke am 9. Mai 2002. Mit einer geliehenen Dampflok setzte sich nach über 30 Jahren wieder ein Zug auf den schmalen Gleisen durch die Prignitz in Bewegung.

Gründung

In der Gaststätte Kiekbach, der ehemaligen Bahnhofsgaststätte von Lindenberg, fand die Vereinsgründung statt. Hier haben die Fahrgäste seinerzeit schon manches Mal das Personal zur Weiterfahrt aus der Gaststätte holen müssen.

Nachruf

Am 17. September 2012 verstarb unser damaliger Vorsitzender Stefan Hoeppner nach langer Krankheit. Kollegen und Eisenbahnfreunde schrieben ihre letzten Worte an ihn in unser Kondolenzbuch.

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Letzte Änderung: 06.11.2014 14:20 Uhr

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